Beratung

Paprikazüchter Fan von ReduHeat

Die Paprikagewächshäuser der Brüder Reedijk in Strijen und Westdorpe gehörten zu den ersten, in denen ReduHeat eingesetzt wurde. Dadurch lassen sich Qualitätsverluste der Früchte vermeiden.

Johan und Piet Reedijk besitzen drei Anbaubetriebe an zwei Standorten im Hoeksche Waard (2 x 3 ha) und in Westdorpe bei Terneuzen (8 ha). Sie bauen Paprika und Peperoni aller möglichen Sorten und Farben an: groß und klein, mild und scharf. Auffallend ist, dass ihr Betrieb in Seeländisch-Flandern keinen Erdgasanschluss besitzt. Die Beheizung erfolgt ausschließlich mit Industrieabwärme, die sonst die Umwelt belasten würde. „Für die Versicherung müssen wir allerdings ein Backup-System in Form eines Ölkessels haben. Der lief bis jetzt aber noch nicht einmal drei Stunden“, berichtet Johan Reedijk.

Unter den Paprikazüchtern gehen die Meinungen über die Notwendigkeit der Schattierung durch ein Coating auseinander. Fest steht jedoch, dass das Fruchtgemüse unter Hitzestress leiden kann. „Solche Stressmomente können Qualitätsprobleme wie Blütenendfäule und Verfärbungen verursachen. Wir sind davon überzeugt, dass die Abschirmung der Hitze durch ReduHeat von großem Nutzen ist”, erklärt er. „Das hängt auch mit der Lage unseres Gewächshauses zusammen. Der First verläuft in ost-westlicher Richtung.“ Das wirkt sich positiv auf den Lichteinfall im Winter aus, aber im Sommer muss besonders darauf geachtet werden, dass die Sonneneinstrahlung nicht zu stark wird. Dazu eignen sich Energieschirme oder ein hitzeabweisendes Coating. Reedijk bevorzugt ein Coating, weil sich das Gewächshausklima damit besser steuern lässt. „Qualität hat bei uns hohe Priorität. Mit ReduHeat können wir die anbautechnischen Faktoren gut steuern. Bei gemäßigtem Klima produzieren die Pflanzen größere Früchte. Wird die Einstrahlung zu stark, entstehen zwar mehr Früchte, die dann aber automatisch kleiner bleiben.“

Hubschrauber
Sowohl in Seeländisch-Flandern als auch bei einem der Betriebe im Hoeksche Waard wird das Coating mit einem Hubschrauber aufgetragen. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass viel schneller gearbeitet werden kann. Die Lüftungsfenster müssen nämlich während der Anbringung des Coatings geschlossen bleiben, und diese Phase will Reedijk möglichst kurz halten. „Abgesehen davon entstehen beim Coating per Hubschrauber etwas größere Tropfen. Wir haben festgestellt, dass wir dadurch bei uns eine bessere Wirkung erzielen. Nach zahlreichen Versuchen mit der richtigen Dicke haben wir jetzt für alle Betriebe die optimale Dosierung gefunden“, berichtet er.

ReduFuse IR
Im vergangenen Jahr haben die Brüder versuchsweise ReduFuse IR eingesetzt, ein diffuses Coating, das zugleich hitzeabweisend wirkt. Dies konnte den Züchter weniger überzeugen. „Da das diffuse Licht weiter in die Pflanze eindringt, entwickelte sich im unteren Bereich ein stärkerer Fruchtansatz. Paprikapflanzen blühen in Bodennähe immer etwas nach, aber in diesem Fall war die Nachblüte stärker. Das ist nachteilig, denn die Früchte sind in diesem Bereich schlecht sichtbar, und wenn man einen zusätzlichen Erntegang einplanen muss, ist es schwierig, den Anbau rentabel zu machen. Darum haben wir dann doch wieder auf ReduHeat umgestellt. Damit sind wir sehr zufrieden.“

Anpassung des Anbaus
Zumindest im zeitigen Frühjahr müssen die Bedingungen allerdings entsprechend angepasst werden, merkt er an. „Man profitiert im Gewächshaus weniger von der Wärme der ersten Sonnenstrahlen. Darum muss frühmorgens genügend geheizt werden, etwa 1,5 °C mehr als sonst. Dafür kann man aber auch die Lüftungsfenster länger geschlossen halten, wodurch mehr CO2 im Gewächshaus bleibt. Wir haben nicht genau berechnet, ob sich unterm Strich daraus tatsächlich Vorteile ergeben, aber wir haben jedenfalls ein gutes Gefühl dabei!“

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