Beratung

ReduFuse IR bei Ficus

Der Ficus verträgt ziemlich viel Licht, solange die Blatttemperatur nicht zu sehr steigt. Die Baumschule Zwethlande in Honselersdijk verwendet deshalb in dieser Saison zum ersten Mal ReduFuse IR. 

Die Baumschule züchtet im Wesentlichen Fici in vielen Sorten in Töpfen von 17 und 21 cm. Die wichtigsten Nebenzüchtungen sind Curcuma und Hibiskus. Das Unternehmen hat in den vergangenen drei Jahren das diffuse Coating ReduFuse verwendet, erzählt der Betriebsleiter Mart van Holsteijn. „Vorher haben wir nur die beiden Schattierungstücher eingesetzt. Aber als wir anfingen mit dem growWatch-Programm zu arbeiten, haben wir festgestellt, dass die Pflanzen ziemlichem Stress ausgesetzt sind”, erklärt er. GrowWatch misst mit Sensoren um und auf der Pflanze die Luftfeuchtigkeit, den CO2-Gehalt, die Lichtintensität (PAR-Strahlung) und den Stresspegel der Pflanze.

Bei Topfpflanzen gibt es einen eindeutigen Trend zu mehr Licht. Die Baumschule Zwethlande ist von maximal 10-12 mol/m² auf 15 mol/m² übergegangen. Das ist nur möglich, wenn die Luftfeuchtigkeit auf einem angemessenen Niveau bleibt und Lichtspitzen vermieden werden. Ein diffuses Coating ist dann die perfekte Lösung. Das Licht dringt tiefer in die Pflanze ein, sodass im Endeffekt mehr Photosynthese stattfindet. Zugleich wird der Kopf der Pflanze geschützt, und es entstehen keine Lichtflecken mit einer zu hohen Lichtintensität. „Seitdem wir ReduFuse benutzen, stellen wir ein schnelleres Wachstum fest. Die Farbe ist besser und die Blattabspaltung wird beschleunigt. Außerdem bekommen die Pflanzen größere Blätter. Bei Curcuma und Hibiskus ist die Blütenfarbe intensiver. Im Allgemeinen ist die Qualität besser. Zudem verläuft die biologische Vorgehensweise besser, weil den natürlichen Feinden direkte Sonneneinstrahlung weniger schadet“,   erklärt van Holsteijn.

In dieser Saison wurde zum ersten Mal ReduFuse IR aufgetragen, das nicht nur Licht streut, sondern auch die Wärmestrahlung (Infrarot) abhält, sodass die Pflanze und das Gewächshaus weniger schnell warm werden. Der Betriebsleiter erwartet, dass er dann weniger schnell auf Beschattung und Lüftung zurückgreifen muss, wodurch der CO2-Verlust verringert wird. Sowohl mehr Licht als auch mehr CO2 sorgen für ein noch besseres Wachstum und eine höhere Qualität. Das neue Coating verlangt allerdings eine andere Beschattungsstrategie, teilt er mit. „ReduFuse haben wir vorher schon in Woche 6 auf der Gewächshausoberfläche angebracht. Weil ReduFuse IR doch etwas mehr Licht entzieht, haben wir uns jetzt für Woche 13 entschieden. Dadurch ist dann im März häufiger das Schattierungstuch einzusetzen, um die starke Einstrahlung nach dem Winter zu hemmen. Am Anfang führt dies zwar zu etwas mehr Lichtverlust, aber aufgrund der Erfahrung von Kollegen, gehe ich davon aus, dass das später kompensiert wird.“ Die Beschattungseinstellung hat er dahingehend geändert, dass das Schließen statt bei 400 Watt/m² (Außenmessung) nun bei 600-700 Watt/m² erfolgt. Anhand der Erfahrungen im weiteren Verlauf der Saison kann er diese Einstellungen noch anpassen. In der Vergangenheit wurde ReduFuse auch schon mal im Winter nicht entfernt. Das wird bei ReduFuse IR nicht passieren. „Ende September, Anfang Oktober wird es entfernt, sonst verlieren wir zu viel Licht im Herbst“, berichtet er.

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