Beratung

Qualität und Arbeitsklima

Nach einem Versuch mit einer Halbbeschattung hat Kainz & Mayer Marchfeldtomaten vollständig auf ReduFuse umgestellt. Rispenqualität und Fruchtansatz haben sich verbessert und bei manchen Rassen ist auch die Produktion gestiegen.

Der Betrieb in Obersiebenbrunn (Niederösterreich) baut auf 9 ha Tomaten und Cocktailtomaten unter Glas an. „Ohne Coating müssten wir die Pflanzen mit einer Beschattungsanlage vor zu viel Licht und Wärme schützen. Dadurch entsteht im Gewächshaus leicht ein schwüles Klima. Deswegen können wir die Beschattung nicht komplett schließen, sondern müssen sie zu einem Viertel offen lassen“, erzählt Miteigentümer Thomas Mayer.

2013 hat die Gärtnerei einen Versuch mit ReduFuse durchgeführt. Das Coating wurde in einem Abschnitt über sechs Pflanzreihen nur an der Südseite angebracht. Die Nordseite blieb frei. „Das verursachte im Sommer allerdings Probleme“, berichtet Kainz. „Die Sonne steht dann zu hoch und scheint auch über die Nordseite auf die Pflanzen. Darum haben wir 2014 die gesamte Überdachung schattiert. Dafür haben wir 13 Eimer pro Hektar gebraucht. In der ersten Aprilwoche haben wir das Coating aufgetragen und im August wieder entfernt. Die optische Trübung, der Haze-Faktor, betrug etwa 60 Prozent.“
Der Zeitpunkt für das Auftragen und Entfernen wird anhand der Lichtmenge, des Stands der Pflanzen und der Wettervorhersage festgelegt.

Der Züchter ist mit der Wirksamkeit des Coatings zufrieden: „In 2014 hatten wir keine Blütenendfäule, nur an einer einzigen Frucht am Gang. Vor allem die Rassen Annamay und Bonaparte sorgen im heißen österreichischen Sommer oft für Probleme. Mit ReduFuse konnten wir Abhilfe schaffen und somit auch die Produktion steigern. Bei den weniger empfindlichen Sorten Capricia und Brioso haben wir kaum Produktionssteigerungen festgestellt. Im Allgemeinen haben sich die Rispenqualität und der Fruchtansatz verbessert.“

Ein Nachteil des Coatings besteht darin, dass es im Sommer nur eine Schattierungsintensität von zehn Prozent bietet. Das ist für die Bedingungen in Niederösterreich eigentlich zu wenig. Darum wird die Überdachung vor dem Sommer zusätzlich mit Kreidepulver beschattet. „Infolgedessen mussten wir die Innenbeschattung im Sommer überhaupt nicht einsetzen. Im Frühjahr und Herbst haben wir sie benutzt, um Energie zu sparen.“

Kainz stellte fest, dass die Zuchtstrategie aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen unter ReduFuse etwas geändert werden musste. Die Pflanzen werden ein wenig vegetativer. Im Sommer, wenn das trockene, heiße Wetter die Generativität stark fördert, ist das ein Vorteil. Im April ist das noch nicht der Fall. Allerdings ist es bei zunehmender Lichtintensität nicht schwer, das Wachstum generativ zu steuern, wie der Züchter bemerkte.

Dank des Coatings muss weniger belüftet werden. Dadurch lässt sich der CO2-Gehalt im Gewächshaus leichter aufrechterhalten. Der angestrebte Wert liegt bei 500 ppm. Eine Absenkung auf weniger als 400 ppm hält Kainz für inakzeptabel; in diesem Fall wird technisches CO2 zugegeben.

Dieses Jahr wird das Unternehmen ReduFuse wieder in der gleichen Menge einsetzen. „Im Frühjahr und Herbst nimmt es wenig Licht weg und es fördert das Pflanzenwachstum. Außerdem sind die Arbeitsbedingungen für das Personal in diffusem Licht weitaus angenehmer.“

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